AUSTRIAN WHARRAM CIRCLE


Hitia 14 FLO - Peter Weigel


Peter kam zur 2000er Bootsralley mit Frau Petra, Sohn Flo, Camingbus und seiner Hitia 14 aus Deutschland. Bei äußerst ruppigen Bedingungen kam uns die Familie mit der 14er zum Frühstück nach dem Early Bird Treffen besuchen - Hut ab.


Peter mit FLO bei der Bootsrally im Juni 2000, hier gehts gerade zum großen Abschlußfloß,links hinten Tiki 26 AURA


Peters Bericht über sein FLO Projekt:

Hallo

... nun versuche ich mal den Bau der Hitia 14 mit Namen "FLO" ein wenig zu strukturieren.

Gebaut habe ich gerade dieses Boot, weil es auf Grund der Sicherheit unbedingt ein WHARRAM sein sollte (Familie) und weil die 14ner genau in die Werkstatt passte.

 

In erster Linie wollte ich herausfinden, ob ich zum Bötchenbau tauge und ob es mir Spaß machen würde.

Um herauszufinden ob ein WHARRAM meine Erwartungen erfüllen würde, habe ich alles orginal nach Plan gebaut, mit Ausnahme von zwei Dingen :

1. das Boot wurde 10cm höher gebaut, um trockener zu segeln. Dadurch wurde es natürlich auch geringfügig länger und breiter.

2. Um eine bessere Sitzposition zu erhalten habe ich den orginal Aufbau mit den Inspektionsluken gegen zwei große runde Öffnungen getauscht. Da sich dies aber nicht bewährt hat, baute ich abermals um und setzte nun großräumige, hochstehende Deckel über je 2 Sektionen ein 1.40m x .40m. Zusätzlich montierte ich ein tiefliegendes Trampolin aus LKW - Plane.

Die Masse meiner Hitia ergeben sich somit wie folgt :

Lüa 4.51m , Büa 2.60m , Achsmass am Kiel 1.80m

Da ich mich anfangs schwer tat mit den Erklärungen in den Plänen und da ich alles sehr nett machen wollte, brauchte ich leider auch sehr viel Zeit. Anfangs sah es noch sehr gut aus. Für den eigentlichen Bau brauchte ich etwa 110 Std. Bis dann aber alles angepasst war, gebeizt, epoxiert(Flächen gerollt) und lackiert war, waren 270 Std. vergangen. Da ich viel tägliche Zeit hatte brauchte ich 3,5 Monate.

Bei den Kosten sah es ähnlich aus. Da in meiner Gegend nichts an Holz zu bekommen war, mußte ich über einen Freund, der mich über die gesamte Bauzeit beraten hatte, das Holz besorgen. Die Gesamtkosten Belaufen sich auf 4.850 DM. Dabei entfallen auf reine Baukosten 2427 DM. Die Segel mußte ich aus England beziehen, sie kosteten 1348 DM. Stehendes und laufendes Gut kamen auf 950 DM. Mit im Preis sind noch 125 DM für Haftpflicht und Bootspapiere.

Nun vielleicht ein paar Anmerkungen zu den gemachten Erfahrungen. Zu dem Resultat ist zu sagen, daß ich sehr zufrieden bin mit den Segeleigenschaften der Hitia 14. Es ist ein tolles, unkompliziertes Spaßboot, daß für einen Anfänger wie mich zum Üben genau richtig ist. Nach einigen Fahrten auf unterschiedlichen Revieren fühle ich mich sehr wohl, auch bei viel Wind und Welle ( Holland Windstärke 5, Welle etwa 70-80 cm ). Für uns Drei ist es ein wenig klein, funktioniert aber für kurze Fahrten auch.

Ein Sprietsegel würde ich wohl nicht mehr bauen, da mir die Handhabung zu umständlich ist, und das Reffen doch sehr stressig. Die 10 cm mehr Höhe sind keinesfalls zuviel. eher zu wenig. Zum Dachtransport ist meine Hitia allerdings nicht geeignet, da die Rümpfe nun doch ein wenig zu groß sind.

Das Boot wog auf der Waage überigens segelfertig 120 Kg.

Etwas das mich sehr betrübt hat war, daß es keine Möglichkeit gab an die Segelschnitte zu kommen. Ich habe es über Scott, James und rootsweb probiert, Ohne Erfolg. Bei einem so kleinen Boot sind die Kosten der Segel einfach zu hoch.

Auf jeden Fall wird das nächstgrößere Boot hoffentlich nicht allzulange auf sich warten lasen.

Die Bilder zeigen die Rümpfe in ihren Deckenhängenden Gurten ( toll zu drehen ohne Kraft) und fertig zur Bootstaufe im Garten.

Peter


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